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Patientenaufklärung nach dem Patientenrechtegesetz vom 13.2.2013

Patienten der Psychotherapie sind besonders schutzbedürftig. "Die Beziehung zwischen Patient und Psychotherapeut ist durch eine besondere emotionale Intensität und Offenheit gekennzeichnet. Der Erfolg einer Psychotherapie hängt entscheidend vom Vertrauen in diese Beziehung ab", erklärte Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK).



Ambulante Psychotherapie in der gesetzlichen Krankenversicherung (PTV 10)

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist eine Behandlung von psychischen (,,
seelischen“) Erkrankungen mithilfe von wissenschaftlich anerkannten Verfahren, Methoden und Techniken. Psychische Erkrankungen können das Erleben, das Verhalten sowie das geistige und körperliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen und mit Leid, Angst, Verunsicherung und Einschränkungen der Lebensqualität einhergehen. Eine Psychotherapie ist dann ratsam, wenn psychische Probleme nicht mehr allein oder mit Hilfe der Familie oder von Freunden gelöst werden können, zu Krankheitserscheinungen führen und die alltäglichen Anforderungen des Lebens nicht mehr bewältigt werden können.

Vor Beginn einer Psychotherapie ist eine Abklärung durch eine Ärztin oder einen Arzt zur Frage notwendig, ob körperliche Ursachen für die psychische Erkrankung verantwortlich oder mitverantwortlich sein können. Alle psychotherapeutischen Behandlungen haben gemeinsam, dass sie über das persönliche Gespräch erfolgen, das durch spezielle Methoden und Techniken ergänzt werden kann (z.B. freie Mitteilung von Gedanken und Einfällen, konkrete Aufgaben um z.B. Ängste zu bewältigen oder spielerisches Handeln in der Therapie von Kindern).

Wie funktioniert Psychotherapie?

Die psychotherapeutische Behandlung hilft seelisches Leis und seelische Krankheit durch das Gespräch mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten mit spezieller Ausbildung zur Behandlung psychischer Erkrankungen zu lindern oder zu bessern. Die Behandlung kann mit der Therapeutin oder dem Therapeuten allein oder im Rahmen einer Gruppentherapie erfolgen. Einzelbehandlungen haben in der Regel eine Dauer von 50 Minuten, Gruppentherapien eine Dauer von 100 Minuten. Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen kann es hilfreich und notwendig sein, Bezugspersonen aus dem familiären und sozialen Umfeld mit einzubeziehen. Dies kann im Rahmen von zusätzlichen therapeutischen Gesprächen allein mit den Bezugspersonen erfolgen.

Eine wesentliche Bedingung für das Gelingen jeder Psychotherapie ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patientin oder Patient und Therapeutin oder Therapeut sowie eine Klärung, ob das geplante Psychotherapieverfahren den Erwartungen der Patientin oder des Patienten entgegenkommt. Auf dieser Grundlage bietet Psychotherapie die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen das eigene Erleben und Verhalten sowie Beziehungserfahrungen zu besprechen, zu erleben und zu überdenken und infolge dessen Veränderungen auszuprobieren und herbeizuführen. 

Wer übernimmt die Kosten für eine Psychotherapie?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Psychotherapie, wenn diese zur Behandlung einer psychischen Erkrankung notwendig ist. Ambulante Psychotherapie ist eine zuzahlungsfreie Leistung. Eine Überweisung ist nicht erforderlich, die Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte ist ausreichend. Einen Wechsel der Krankenversicherung muss die Patientin oder der Patient der Therapeutin oder dem Therapeuten zeitnah mitteilen. Im Erstgespräch (Psychotherapeutische Sprechstunde) klärt die Patientin oder der Patient mit der Therapeutin oder dem Therapeuten, ob eine Psychotherapie oder eine andere Maßnahme für die individuelle Problemlage geeignet ist. Eine reine Erziehungs-, Ehe-, Lebens- oder Sexualberatung ist keine Psychotherapie und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Diese Maßnahmen werden von entsprechenden Beratungsstellen, in der Regel kostenfrei, angeboten. 


Wie beantrage ich eine Psychotherapie?

Vor Beginn einer Psychotherapie finden Probegespräche, sogenannte probatorische Sitzungen, statt. Hierbei prüfen Patientin oder Patient und Therapeutin oder Therapeut, ob die „Chemie“ zwischen ihnen stimmt und eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden kann. Die Therapeutin oder der Therapeut erklärt die Vorgehensweise. Therapieziele, Behandlungsplan und voraussichtliche Therapiedauer werden gemeinsam besprochen und festgelegt. Entscheiden sich Patientin oder Patient und Therapeutin und Therapeut für eine Psychotherapie, stellt die Patientin oder der Patient bei Ihrer oder seiner Krankenkasse einen Antrag auf Übernahme der Kosten. Wenn eine Langzeittherapie (mehr als 24 Therapieeinheiten) geplant ist, schreibt die Therapeutin oder der Therapeut zusätzlich einen Bericht zur Begründung der Notwendigkeit der Langzeittherapie. Dieser wird ohne Nennung des Patientennamens in einem verschlossenen Umschlag an eine externe Gutachterin oder einen externen Gutachter zur Prüfung übermittelt. Nach Eingang des Antrags prüft die Krankenkasse, bei Langzeittherapien auch unter Berücksichtigung der gutachterlichen Stellungnahme, ob eine Kostenzusage erfolgen kann und teilt dies der Versicherten oder dem Versicherten mit.  

Wer führt psychotherapeutische Behandlungen durch?

Psychotherapeutische Behandlungen dürfen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nur von Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und psychotherapeuten sowie von psychotherapeutisch tätigen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden, wenn diese über eine Kassenzulassung verfügen. Neben der psychotherapeutischen Behandlung von psychischen Erkrankungen kann zusätzlich eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein, die jedoch nur von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden darf. 

Welche psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Psychotherapeutische Akutbehandlung

Bei besonders dringendem Behandlungsbedarf kann eine Psychotherapeutische Akutbehandlung im Umfang von bis zu 12 Behandlungen zu je 50 Minuten Dauer in Frage kommen. Eine Akutbehandlung dient der Krisenintervention und kann - falls erforderlich - in eine Kurzzeitpsychotherapie oder in eine Langzeitpsychotherapie übergeführt werden. Bereits durchgeführte Therapieeinheiten der Akutbehandlung werden auf die nachfolgende Psychotherapie angerechnet. Für eine Akutbehandlung ist nur das Einzelgespräch vorgesehen.

Ambulante Psychotherapie

Ambulante Psychotherapie kann in allen Psychotherapieverfahren als Einzeltherapie, in einer Gruppe oder als Kombination von Einzel- und Gruppenpsychotherapie durchgeführt werden. Die Häufigkeit der Sitzungen kann je nach Verfahren und Behandlungsverlauf variieren und wird individuell von Patientin bzw. Patient und Therapeutin bzw. Therapeut vereinbart. Die Gruppenpsychotherapie nutzt zusätzlich Beziehungserfahrungen und das wechselseitige Lernen zwischen den Patientinnen und/oder Patienten in der Gruppe für die Psychotherapie.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (www.g-ba.de) entscheidet, welche psychotherapeutischen Behandlungsverfahren und -methoden als Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung anerkannt sind. Dies sind derzeit:

Analytische Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie nimmt an, dass Krankheitssymptome durch konflikthafte unbewusste Verarbeitung von frühen oder später im Leben erworbene Lebens- und Beziehungserfahrungen verursacht und aufrechterhalten werden. In der therapeutischen Beziehung zwischen Patientin oder Patient und Therapeutin oder Therapeut spielt das Erkennen und Bewusst- machen von verdrängten Gefühlen, Erinnerungen und Beziehungsmustern, die gegenwärtig Krankheitssymptome verursachen, eine zentrale Rolle. Dadurch kann in der Gegenwart zunächst unverständlich erscheinendes Fühlen und Handeln in der thera- peutischen Beziehungsarbeit verstanden und verändert werden.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sieht Krankheitssymptome als Folge von aktuellen Konflikten in Beziehungen oder von nicht bewältigten Beziehungserfahrungen und Konflikten aus früheren Lebensphasen. Diese Konflikte und Erfahrungen können das spätere Leben bestimmen und psychische Erkrankungen zur Folge haben. Ziel der Behandlung ist es, die zugrundeliegenden unbewussten Motive und Konflikte der aktuellen Symptome zu erkennen und sich mit diesen auseinander- setzen. Patientin oder Patient werden in der Psychotherapie dabei unterstützt, durch Einsichten in die Zusammenhänge und Ursachen der aktuellen Symptome Veränderungen im Erleben oder Verhalten zu erreichen.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass psychische Beschwerden das Ergebnis von bewussten und nicht-bewussten Lernprozessen sind. Zu Beginn der Behandlung wird gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet, welche Bedingungen seiner Lebensgeschichte und seiner aktuellen Lebenssituation zur Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Symptomatik beigetragen haben und weiter wirksam sind. Auf dieser Grundlage werden gemeinsam die Therapieziele und der Behandlungs- plan festgelegt. In der Verhaltenstherapie wird der Patient zur aktiven Veränderung seines Handelns, Denkens und Fühlens motiviert und angeleitet. Dabei werden die bereits vorhandenen Stärken und Fähigkeiten herausgearbeitet und für den Veränderungsprozess nutzbar gemacht. 

Schweigepflicht

Psychotherapeuten unterliegen einer strengen Schweigepflicht. Dies gehört zu ihren Pflichten als Psychotherapeut und ist in der Berufsordnung der Psychotherapeutenkammer festgelegt. Psychotherapie benötigt ein stabiles Vertrauensverhältnis, ohne das keine wirkliche Behandlung möglich ist. Die Schweigepflicht bei einer Psychotherapie gilt auch gegenüber Ärzten, Lehrern oder Ämtern. Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen gilt sie ebenso gegenüber den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Psychotherapeuten können von ihrer Schweigepflicht befreit werden, dies muss aber schriftlich erfolgen („Schweigepflichtsentbindung“).

Zustimmung beider Eltern bei gemeinsamen Sorgerecht

Nach dem gesetzlichen Leitbild (§§1626 Absatz 1, 1627 BGB) haben beide Eltern grundsätzlich das gemeinsame Sorgerecht. Dies gilt unabhängig davon, bei welchem Elternteil das Kind wohnt. Das bedeutet, dass vor einer medizinischen Maßnahme (eine Psychotherapie stellt eine solche dar) bei nicht einwilligungsfähigen Minderjährigen (Kinder bis 16 Jahre) stets beide Eltern einwilligen müssen, es sei denn, einem Elternteil (oder jemand anderem) wurde das alleinige Sorgerecht zugesprochen. Ist ein Elternteil mit der Behandlung nicht einverstanden, dann kann die Behandlung nicht durchgeführt werden. Allerdings hat der andere Elternteil die Möglichkeit, sich vom Familiengericht für die Frage, ob die Behandlung durchgeführt werden soll, die alleinige Sorge übertragen zu lassen (§ 1628 BGB).

Eine Entscheidung des Familiengerichts erfolgt regelmäßig innerhalb weniger Tage.

Therapeutensuche

Für eine Psychotherapie ist es wichtig, dass sich zwischen dem Patienten und dem Psychotherapeuten eine gute vertrauensvolle Beziehung entwickelt. Daher ist es wichtig, Störungen im Kontakt (z.B. fehlende Sympathie) ernst zu nehmen. In der Regel dienen die probatorischen Sitzungen zu Anfang einer Psychotherapie zur Abklärung, ob man mit dem Psychotherapeuten auskommt. Aber auch später ist es jeder Zeit möglich, die Behandlung zu beenden oder auch den Psychotherapeuten zu wechseln.

Adressen und Kontaktdaten niedergelassener Psychotherapeuten erhalten Sie entweder über Ihre Krankenkasse oder die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) www.kvno.de. Es wird Ihnen über die Terminservicestelle der KVNO ein Termin vermittelt. Servicenummer: 0211 5970 8990, Sprechzeiten: Mo bis Fr: 8-12 Uhr und 15-17 Uhr. 

Zur Behandlungssituation

Linderung der Beschwerden und besseres Verständnis der eigenen Person

Das psychotherapeutische Vorgehen beinhaltet als oberstes Ziel, die Beschwerden der Patienten zu heilen oder zu lindern und ihr Verständnis und die Wertschätzung für sich selbst zu erhöhen. Die eigenen Fähigkeiten, Lösungen für Probleme und Konflikte zu finden und so das eigene Leiden zu vermindern, werden gefördert.

Mitarbeit außerhalb der Behandlungsstunden

Patientinnen und Patienten können nur Verbesserungen Ihres Leidens erfahren, wenn sie und die Bezugspersonen innerhalb und außerhalb der Therapiestunden mitarbeiten, z.B. in Form von Aufzeichnungen, eigenen Überlegungen und Aktivitäten. Dazu ist es notwendig, dass sie sich außerhalb der Therapiestunden Zeit dafür einräumen. 

Zur Behandlungssituation

Der Behandelnde ist verpflichtet, in der Patientenakte sämtliche, aus fachlicher Sicht für die derzeitige und künftige Behandlung wesentliche Maßnahmen und deren Ergebnisse aufzuzeichnen (§630f BGB). Dies geschieht orientiert an den ethischen Richtlinien des Berufsverbands der Kinder- und Jugendlichenpschotherapeuten. Die Behandlungsstunden werden dokumentiert, vertraulich verwahrt und für mindestens 10 Jahre aufbewahrt. 

Eine zeitweise Zunahme der Beschwerden ist möglich

Es kann notwendig werden, konflikthaltiges und schmerzliches Erleben zum Thema zu machen, so dass sich in Phasen der Behandlung das Befinden auch verschlechtern kann.

Zur Ruhe kommen

Unmittelbar nach der Therapiesitzung kann es notwendig sein, sich erst einmal Zeit zu nehmen, um ein wenig zur Ruhe zu kommen. In solchen Situationen ist es ggf. bei Volljährigen sinnvoll, das Führen eines Fahrzeuges im Straßenverkehr aufzuschieben bis die nötige Konzentrationsfähigkeit wiederhergestellt ist.

Organisatorisches

Finanzierung bei nicht gesetzlich versicherten Patienten

Psychotherapie kann bei gesetzlich Versicherten im Rahmen der geltenden Versicherungsbedingungen über die Krankenversicherung ganz oder teilweise finanziert werden. Der Therapeut unterstütz privat Versicherte, dass Honorare für von ihm erbrachte Leistungen von ihrer Krankenversicherung ganz oder teilweise erstattet werden. Trotzdem besteht der vollständige Honoraranspruch des Therapeuten gegenüber privat Versicherten unabhängig davon, ob bzw. in welcher Höhe die Kosten für erbrachte Leistungen vonseiten der Krankenversicherung erstattet werden.

Zustimmung zu Maßnahmen der Qualitätssicherung

Zur Qualitätssicherung der Psychotherapie werden eine Eingangs- und Abschlussdiagnostik mit projektiven Testverfahren, ggf. auch psychometrische Testverfahren und Fragebögen notwendig sein. Auch kann eine Kontrolle des Therapeuten durch Supervision, d.h. Besprechung von Therapiesitzungen in einem Fachgremium, nötig sein.

Rücksprache mit dem behandelnden Arzt

Es kann erforderlich sein, dass der Therapeut die somatische und psychische Befundlage mit dem behandelnden Arzt der Patientin bzw. des Patienten austauscht. Dazu muss aber zunächst eine Schweigepflichtsentbindung vorliegen. Der Patient nimmt in dieser Praxis eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch, einschließlich der dazu notwendigen Diagnostik- und Testverfahren. Der Patient, bzw. der Sorgeberechtigte ist darüber aufgeklärt, dass die Psychotherapie keine körperliche Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt ersetzt und dass er bei körperlichen Beschwerden mit Krankheitswert aufgefordert ist, sich, bzw. das Kind oder den Jugendlichen in die Behandlung eines Arztes zu begeben. Bei Erkrankungen mit körperlichen Auswirkungen, zum Beispiel Adipositas, Magersucht, Morbus Crohn, etc. ist eine begleitende ärztliche Behandlung obligatorisch, bzw. Voraussetzung für eine Behandlung.

Vereinbarte Termine

Der Patient, bzw. die Eltern verpflichtet sich, die mit der Therapeutin oder vereinbarten Termine gewissenhaft wahrzunehmen. Der Patient erhält eine von beiden Seiten gegenzuzeichnende Übersicht über die vereinbarten regelmäßigen Termine. Die Termine werden für den Umfang der Kostenzusage (z. B. 25 oder 45 Gespräche) an einem gleichbleibenden Wochentag in der zu vereinbarenden Frequenz festgelegt. Termine können bei Krankheit des Patienten auch von Familienangehörigen zu Gesprächen genutzt werden. Der Patient und der Therapeut informieren sich gegenseitig so früh wie möglich über vorher erkennbare Verhinderungen (z. B. Klausurtermine, Klassenfahrten, Ausflüge, Jahresurlaub, längere Abwesenheiten).

Termine können bis 48 Stunden vorher abgesagt werden unter der ➢ Email-Adresse praxis praxis@marion-winterscheidt.de, ➢ als Mitteilung auf den Anrufbeantworter 0461 999 355 90 oder als SMS auf 0151 229 369 91. SMS bedürfen der Bestätigung, da sie manchmal nicht zugestellt werden.

Bei einer Terminabsage seitens des Patienten innerhalb von weniger als 48 Stunden vor dem festgelegten Termin oder bei Nichterscheinen verpflichtet er, bzw. die Erziehungsberechtigten sich, ohne vorherige Rechnungsstellung oder Aufforderung, zur Zahlung eines Ausfallhonorars in Höhe von 80 EUR, unabhängig vom Grund der Verhinderung. Es sei denn, der Patient ist nachweislich durch Attest erkrankt, dann fallen lediglich 40 EUR an, so dass der Ausfall von beiden Seiten getragen wird. Dies gilt auch dann, wenn ein Ausweichtermin für den ausgefallenen Termin vereinbart wird.

Bei Patienten ohne nachgewiesenes eigenes Arbeitseinkommen beträgt das Ausfallhonorar in jedem Fall 25 EUR. Das Ausfallhonorar ist spätestens innerhalb von 7 Tagen nach dem ausgefallenen Termin ohne Zahlungsaufforderung auf das Konto der Praxis Winterscheidt IBAN: DE66300606010007882645; Deutsche Apotheker- und Ärztebank mit dem Überweisungstext „Ausfall, Nachname, Datum des ausgefallenen Termins“ zu überweisen. Der Patient / die Patientin, bzw. der Erziehungsberechtigte erhält über das eingegangene Ausfallhonorar nachträglich eine Quittung.

Geht das Ausfallhonorar nicht fristgerecht auf dem Konto der Praxis ein, werden alle vereinbarten Folgetermine gestrichen, die Behandlung beendet und der Therapieplatz wird einem anderen Patienten auf der Warteliste zur Verfügung gestellt. Die Praxis informiert in diesem Fall die jeweilige Krankenkasse über die vorzeitige Beendigung der Behandlung.

Vorzeitiges Ende ankündigen

Bei einer vorzeitigen Beendigung einer laufenden Psychotherapie sollte noch mindestens eine Sitzung stattfinden, damit die Gründe, die zum Abbruch geführt haben, besprochen, offengelegt und überdacht werden können.

Wechsel der Krankenkasse mitteilen

Sollten Patienten während einer laufenden Psychotherapie die Krankenkasse wechseln, so ist es wichtig, den Psychotherapeuten so früh wie möglich darüber zu informieren. Andernfalls kann es zu Abrechnungsproblemen mit der alten oder neuen Krankenkasse kommen. Entstehende Kosten müssten dann vom Patienten privat übernommen werden.