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Was ist Klinische Hypnose?

Klinische Hypnose ist ein traditionelles Verfahren, das in vielen Kulturen für Heilzwecke verwendet wird. Gleichzeitig ist es eine moderne Heilmethode, die wissenschaftlich gut untersucht ist. Klinische Hypnose wurde vor allem durch die innovativen Entwicklungen und Anwendungen des amerikanischen Psychiaters Milton H. Erickson erweitert und geht über das Stadium von Entspannungstechniken und Suggestionen weit hinaus. 


Moderne Klinische Hypnose gilt als ressourcenorientierter Ansatz, der es Menschen erlaubt, körperlichen Symptomen und psychischen Problemen mit positiven Erfahrungen und eigenen Bewältigungskompetenzen zu begegnen. Als erfahrungsorientierte Therapieform bezieht Klinische Hypnose körperliche und seelische Prozesse ein und kann damit als Brücke zwischen Körper und Seele verstanden werden.


Mein Selbstverständnis als Hypnotherapeutin

In meiner Grundhaltung gibt es mehr als nur die EINE objektive Wirklichkeit, denn jeder Mensch konstruiert sich SEINE Wirklichkeit selbst. Veränderungsprozesse sind nur in der Weise möglich, wie sie aus den angelegten Eigendynamiken eines Menschen hervorgehen. Ausschließlich durch die Reaktions- und Entwicklungsmöglichkeiten des einzelnen Menschen, eingebunden in sein Bezugssystem, können externe Interventionen Veränderungen hervorrufen. Ursachenforschung betrachte ich dabei als nur sehr begrenzt sinnvoll, da niemals eine eindeutige Ursache oder gar ein Schuldiger ausgemacht werden können. Vielmehr geht es darum, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten.  

Und dabei sind SIE wichtigste(r) Expert*in für diese Fragestellung.

Ziel der Klinischen Hypnose


… ist es es, unbewusste und unwillkürliche Prozesse zu nutzen. Dabei stehen verinnerlichte psychische Prozesse im Fokus der Betrachtung. Milton H. Erickson hat das Unbewusste aus der Lehre Sigmund Freud´s umgedeutet:
…von der „dunklen triebhaften psychoanalytischen Sicht“ kommt Ericksen zum „ins Ich integrierten Ort der Ressourcen“.

Eine hypnotherapeutische Intervention bietet einen Unterschied im Denk- und/oder Verhaltensmuster an, dabei können Muster bewusste Verhaltensweisen oder unbewusste Reaktionen sein. Laut dem Hebb´schen Gesetz der Plastizität des Gehirns: „Miteinander verbundene Zellen feuern gemeinsam, gemeinsam feuernde Zelle werden miteinander verbunden“ reicht EIN Impuls aus, um das ganze Muster nachhaltig zu verändern. Denn die Veränderung eines Elementes, z.B. der Atmung oder der Körperhaltung, kann das ganze Muster verändern. 

"Veränderungen des Erlebens entsteht
immer dadurch, dass Unterschiede in
diese Muster eingeführt werden(...).
Damit wirksame Änderungen angeregt
werden, muss dann auch nicht ein
ganzes Muster verändert werden,
sondern es genügt meist, Unterschiede
in einem oder mehreren Elementen (...) einzuführen."
Damit "..werden nicht nur die
direkt veränderten Elemente erfasst, sondern
in Wechselwirkung das ganze Muster."

(G. Schmidt, Gut beraten in der Krise, 2010, S. 32)

Unwillkürliche Prozesse sind immer schneller wirksam und ökonomischer als jede gewollt herbeigeführte Reaktion. Werden unwillkürliche Prozesse automatisiert und gehen einher mit einem bewussten wollen, so werden sie als angenehmer „Flow“ empfunden.

Das Vorgehen ist immer lösungsorientiert und ressourcenfokussiert.

Klinische Hypnose

Ablauf der Hypnosebehandlung

Zunächst geht es um die Klärung und Fokussierung des Anliegens und des gewünschten Zieles, 

im zweiten Schritt um eine gezielte Ressourcenaktivierung und Kompetenzentwicklung. 

Darauf folgt die Vorbereitung und Durchführung der Hypnosesitzung(en) mit hypnotischer Trance.

In der Regel wird eine Trance in der Hypnose bewusst erlebt, man weiß immer, was geschieht, man selbst gestaltet die Trance aktiv, man kann jederzeit sprechen und auf Fragen antworten, um Ausrichtung und Fortlauf der Trance zu bestimmen oder sie zu beenden. Am Ende erfolgt immer eine Reorientierung in die gewohnte Alltagswelt.

Die hypnotische Trance

Meist mit geschlossenen Augen nimmt man in der Trance innere Bilder, Erinnerungen und Gefühle intensiver wahr. Gleichzeitig können störende Wahrnehmungen, z.B. Geräusche, oder unangenehme Empfindungen, leichter ausgeblendet werden, bzw. angenehm in die Wahrnehmung integriert werden. 

Es entsteht ein subjektiv veränderter Bewusstseinszustand, in dem man sich sowohl losgelöst von der Umgebung als auch auf besondere Art verbunden erleben kann. Dieser Bewusstseinszustand in der hypnotischen Trance ist mit deutlichen Veränderungen im Körper und Gehirn verbunden. Der Zustand wird von Schlaf und vom Alltagsbewusstsein deutlich unterschieden.

Dauer der Hynnosebehandlung

Eine Lösung kann in wenigen, unter optimalen Bedingungen, sogar in einer Sitzung gefunden werden, es können aber auch mehrere 

Sitzungen sinnvoll sein. 

Wie viele Hypnosesitzungen notwendig sind und über welchen Zeitraum sich eine Behandlung erstreckt, ist von vielen, sehr individuellen 

Faktoren abhängig. 

Auch die Dauer der einzelnen Hypnosesitzungen und der Abstand zwischen den Behandlungen werden individuell vereinbart. Üblich sind Sitzungseinheiten von 50 bis 120 Minuten. Zwischen den Sitzungen können ein- bis mehrwöchige Abstände liegen.

Was kostet Klinische Hypnose?

Als Teil einer von mir im Richtlinienverfahren beantragten und genehmigten tiefenpsychologisch fundierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie bis 21 Jahre wird Hypnose als angewandte Methode von den Krankenkassen übernommen.

Wird eine Klinische Hypnose nach
Milton Erickson gewünscht, dann nehmen
Sie die Klinische Hypnose als
Selbstzahler in Anspruch.

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